Mehr als Worte sagt ein Lied

Im November haben sich 60 Frauen in zwei Mehrtages-Seminaren auf Borkum getroffen. Unter der Leitung der Pastorin für Frauenarbeit Gretchen Ihmels Albe und dem Vorbereitungsteam beschäftigten sich die Frauen mit alten und neuen Liedern. Neue Übersetzungen der alten Psalmen und moderne Interpretationsmöglichkeiten der Melodien gaben Impulse für die weitere Arbeit. Einen Blick auf 100 Jahre Frauenlieder zeigte, wie sich die Rolle der Frau auch in den Liedertexten veränderte. Spannend war auch, sich mit Gospels zu beschäftigen und die Bedeutung der Texte zu entdecken. Überrascht waren die Seminarteilnehmerinnen, in wie vielen neuen Songs biblische Botschaften und sogar Bibelzitate verborgen sind z.B. bei Mark Foster, den Toten Hosen, Sabrina Stelur, Peter Maffay, Hanna Haller und vielen anderen.

Ein Gottesdienst zu den Beatlessongs „Let it be“ und „Yesterday“ wurde vorgestellt.  Das Hören auf die Musik und die Bedeutung und Interpretation der Texte, dazu die passenden Gebete, beinhaltete diese Seminareinheit.

Welche Wirkung Musik und Singen auch in extrem schwierigen Situationen haben, zeigte die Beschäftigung mit dem Moorsoldatenlied, das Lied der Häftlinge aus dem Konzentrationslager Börgermoor bei Papenburg. Aber auch das Mirjamlied, neu getextet und gesungen von Claudia Mitscha-Eibl führte in den Gruppengesprächen zu interessanten Erkenntnissen.

Ein besonderes Highlight der Seminare ist immer das Festmahl am letzten Abend, in diesem Jahr unter dem Thema „Lieder von Nacht und Licht“. Neben dem Singen und einem guten Essen wurden schöne Meditationstexte zum Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius gelesen.

Mit vielen Ideen im Gepäck für die weitere Arbeit in den eigenen Gemeinden und Kreisen reisten die Frauen wieder ab.